MCP-Server für KI-Assistenten
Über den MCP-Server nutzen KI-Assistenten wie Claude Code die DNS-, Mail- und Netzwerk-Checks der iw Toolbox direkt. So richtest du ihn ein.
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den KI-Assistenten Werkzeuge auf deinem Rechner benutzen. Die iw Toolbox ist selbst ein MCP-Server. Ein Assistent wie Claude Code oder Claude Desktop kann darüber Domains prüfen, Mail-Probleme eingrenzen und Befunde erklären, mit denselben Checks wie in der App.
Ein typischer Ablauf: Du bittest den Assistenten, herauszufinden, warum Mails einer Domain im Spam landen. Er ruft den Mail-Bericht und den Blacklist-Check auf, liest die Befunde und schlägt die passenden DNS-Einträge vor.
Die Werkzeuge
| Werkzeug | Was es tut | Lizenz |
|---|---|---|
dns_lookup |
DNS-Records eines Namens, wie dig |
frei |
mx_lookup |
Mailserver mit Adressen und Reverse DNS | frei |
reverse_dns |
PTR-Record einer IP mit Forward-Bestätigung | frei |
domain_full_report |
Komplettbericht einer Domain | nötig |
mail_domain_report |
MX, SPF, DMARC, DKIM, BIMI, MTA-STS | nötig |
spf_check, dmarc_check, dkim_check, bimi_check, mta_sts_check |
die einzelnen Mail-Checks | nötig |
blacklist_check |
IP oder Domain gegen DNS-Blacklists | nötig |
dnssec_check, dns_propagation, ns_check, dns_trace, axfr_check |
DNS-Checks | nötig |
whois, ip_info |
Registrierung und Netzinhaber | nötig |
http_check, tls_check, smtp_check, port_check |
Web, TLS, Mailserver, Ports | nötig |
ping, traceroute |
über die Programme des Betriebssystems | nötig |
Jedes Werkzeug liefert die Befunde mit Erklärung, die Tabellen des Checks und die dig-Befehle zum Nachstellen. Bei allen DNS-Werkzeugen kann der Assistent mit resolver einen Server wählen: eine IP-Adresse oder doh:<anbieter> (cloudflare, google, quad9, adguard, dns0, opendns). Ohne Angabe fragt der Server bei Cloudflare 1.1.1.1. Die Resolver-Auswahl aus den Einstellungen der App gilt hier nicht.
Der Server in der App
Läuft die Desktop-App, bietet sie den MCP-Server unter
http://127.0.0.1:8789/mcp
an. Der Assistent verbindet sich per HTTP (MCP „Streamable HTTP“) und meldet sich mit einem Token an. Ein Zusatzprogramm brauchst du nicht.
Einrichten
Öffne Einstellungen › MCP-Server. Dort findest du:
- den Schalter MCP-Endpunkt anbieten (ab Werk an),
- den Endpunkt,
- einen fertigen Befehl für Claude Code,
- den fertigen Eintrag für Claude Desktop,
- den Knopf Neues Token.
Für Claude Code kopierst du den Befehl und führst ihn im Terminal aus. Er sieht so aus:
claude mcp add --transport http toolbox http://127.0.0.1:8789/mcp \
--header "Authorization: Bearer <Token>"
Claude Desktop startet nur lokale Programme. Dort bindest du die Adresse über npx mcp-remote an, das Node.js voraussetzt. Den Eintrag für claude_desktop_config.json zeigt die App fertig zum Kopieren an. Andere MCP-Clients richtest du mit Adresse und Authorization-Header ein.
Lizenz
Die lizenzpflichtigen Werkzeuge nutzen die Lizenz der App. Ist keine gültige eingetragen, antwortet der Server mit dem Hinweis, dass der Check eine inwendo-Lizenz braucht. Die drei freien Werkzeuge gehen immer.
Token und Port
- Der Server ist nur über 127.0.0.1 erreichbar, also nur von deinem eigenen Rechner aus.
- Jede Anfrage braucht das Token. Ohne oder mit falschem Token antwortet er mit „Zugriffstoken fehlt oder ist falsch“.
- Neues Token ersetzt das Token. Das alte gilt sofort nicht mehr, eingetragene Assistenten musst du mit dem neuen Befehl erneut einrichten.
- Auf macOS liegt das Token im Schlüsselbund.
- Ist Port 8789 belegt, weicht die App auf einen freien Port aus und zeigt in den Einstellungen, dass diese Adresse nur bis zum nächsten Start gilt.
Die App muss laufen, damit der Assistent sie erreicht. Schließt du sie, ist auch der Server weg.
Der Server ohne App (stdio)
Für Entwickler, die die Toolbox aus dem Quellcode bauen, gibt es den Server auch als eigenständiges Programm toolbox-mcp. Der Assistent startet es selbst und spricht per stdio mit ihm. Die App muss dafür nicht laufen.
./tool/install_mcp.sh # baut nach ~/.local/bin/toolbox-mcp
claude mcp add toolbox -- ~/.local/bin/toolbox-mcp
Der Befehl install_mcp.sh braucht Flutter bzw. Dart. Lizenzpflichtige Checks brauchen hier den Lizenzschlüssel in der Umgebungsvariablen IW_TOOLBOX_LICENSE oder als Argument --license-key <schlüssel>. Das Programm prüft ihn beim ersten lizenzpflichtigen Aufruf beim Lizenzserver von inwendo.
Sicherheit
Die Werkzeuge lesen nur. Sie ändern keine DNS-Einträge und verschicken keine Mails. Sie stellen aber echte Verbindungen her: DNS-Abfragen, HTTP-Abrufe, Verbindungen zu Mailservern, Port-Checks, Ping und Traceroute. Ein Port-Check gegen fremde Server kann dort als Scan auffallen. Behalte die Freigaben deines MCP-Clients im Blick. Was der Assistent an Ergebnissen an seinen Anbieter weitergibt, regeln dessen Bedingungen.